Programm der Werdohler BürgerGemeinschaft (WBG)

Die Werdohler BürgerGemeinschaft bekennt sich zu einer auf allgemeinen, freien und geheimen Wahlen beruhenden parlamentarischen Demokratie, bei der alle Staatsgewalt vom Volke ausgeht. Sie nimmt das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland zur Grundlage ihrer Politik und versteht die Bestimmungen, dass Parteien bei der politischen Willensbildung mitwirken dahin, dass auch parteifreien Vereinigungen gleiche Chancen bei den Wahlen zu den Parlamenten in Kreisen und Gemeinden eingeräumt werden wie den Parteien.

Die Werdohler BürgerGemeinschaft steht auf dem Standpunkt, dass die Funktionsfähigkeit einer Demokratie ihre Wurzeln in der Kommune hat. Versuche, die von der WBG geforderte Mitverantwortung des freien Bürgers einzuengen, wären grundgesetzwidrig.

Unabhängigkeit bedeutet für die Werdohler BürgerGemeinschaft die Ablehnung von Bindungen durch staatliche, weltanschauliche, parteiliche oder wirtschaftliche Interessengruppen. Die WBG ist frei von Ideologien und unabhängig von politischen Parteien und somit an keinerlei Weisungen oder Programme „von oben“ gebunden. Sie ist grundsätzlich bereit, mit allen freiheitlich-demokratischen Vereinigungen zum Wohle und im Interesse der Bürgerinnen und Bürger zusammenzuarbeiten.

Die Werdohler BürgerGemeinschaft strebt eine Gesundung unserer politischen Verhältnisse durch Heranziehung weitester Kreise der Bevölkerung zur Mitarbeit an den politischen Aufgaben des Volkes und den öffentlichen Angelegenheiten der Verwaltung gemäß den Grundsätzen der Unabhängigkeit und der Gemeinschaft an.

Sie ermöglicht die Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger an der Kommunalpolitik, ohne dass sich jemand zuvor einer politischen Partei oder Interessengruppe anschließen muss und sich deren Disziplin zu unterwerfen hat.

Die Werdohler BürgerGemeinschaft beteiligt sich an der politischen Willensbildung durch Teilnahme an den Wahlen zu den politischen Vertretungskörperschaften. Sie will insbesondere unabhängigen und parteifreien Wahlbewerbern die Möglichkeit zur Kandidatur vermitteln. Die Werdohler Bürgergemeinschaft lehnt jede Art von Radikalismus ab. Der Kampf als politisches Mittel soll ausscheiden und durch einen friedlichen sauberen Wettbewerb auf toleranter Grundlage ersetzt werden.

Die Werdohler BürgerGemeinschaft strebt eine demokratische Ordnung, die jede Bevorrechtigung einzelner Personen und Bevölkerungsgruppen ausschließt und der gesamten Bevölkerung die Möglichkeit gibt, in allen politischen und öffentlichen Fragen ihre Meinung durch Entsendung angesehener, mit den heimischen Verhältnissen besonders vertrauter Bürgerinnen und Bürger maßgeblich zur Geltung zu bringen, an.

Die Werdohler BürgerGemeinschaft lehnt den Fraktionszwang ab. Sachlichkeit und gesunder Menschenverstand haben Vorrang bei allen politischen Entscheidungen. Maßgebend ist allein das Gemeinwohl. Jedes Rats- und Ausschussmitglied hat seine Entscheidung für sich selbst zu verantworten.

Die Werdohler BürgerGemeinschaft will eine Ausweitung der kommunalen Selbstverwaltung. Sie will mehr und mehr vor allem eine frühzeitige Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger bei wichtigen Planungen und Entscheidungen.

Die Werdohler BürgerGemeinschaft fordert eine sparsame, bürgerfreundliche und rationale Verwaltung.

Für die Werdohler BürgerGemeinschaft sind Geschichtsbewusstsein und Traditionspflege Verpflichtung. Dabei ist ihr die Gestaltung und Verschönerung der Stadt ein besonderes Anliegen.

Die Werdohler BürgerGemeinschaft fühlt sich der heimischen Bevölkerung in besonderem Maße verbunden. Das vielfältige Vereinsleben im kulturellen, sportlichen, sozialen und konfessionellen Bereich ist Ausdruck der starken Verwurzelung der Menschen in unserer Stadt und wird von der WBG nachdrücklich unterstützt.

Diese Grundsätze sollen für die Wähler und die Gewählten eine Hilfe, niemals aber eine Behinderung für Entscheidungen sein, die ein jeder nach seinem Gewissen zu treffen hat.

Das bedeutet die Ablehnung des Parteidirigismus. Als BürgerGemeinschaft und mit unserer Forderung nach ungehinderter Mitarbeit von parteifreien Wählervereinigungen sind wir die berufenen Vertreter der heimischen Bevölkerung, die kein Verständnis für Parteienstreit hat.