Pflaster-Pfusch am Werdohler Brüninghaus-Platz?

6. August 2017

Werdohl – 14 Monate ist am neuen Brüninghaus-Platz im Herzen Werdohls gearbeitet worden, vor drei Monaten ist der Platz eingeweiht worden. Jetzt legt ein von der Stadt in Auftrag gegebenes Gutachten den Verdacht nahe, dass die Pflasterarbeiten nicht regelkonform und nicht nach den Vorgaben der Ausschreibung durchgeführt worden sind.

Brüninghaus-Platz 2017

Bereits 13 Tage nach der offiziellen Einweihung von Werdohls „guter Stube“ am 5. Mai hat ein Gutachter im Auftrag der Stadt einzelne Steine des Granitpflasters herausnehmen lassen und die Pflasterbettung beurteilt. Die Stadt hat diese Maßnahme an einem Donnerstagmorgen damals als „nicht öffentliche Veranstaltung“ bezeichnet und jegliche Anfragen über die Hintergründe abgeblockt.

Sieben Wochen später hat die Stadt noch einmal zusammen mit dem Architekten Volker Finger und Mitarbeitern der bauausführenden Firma die Qualität der ausgeführten Arbeiten kontrolliert. Dabei wurden an 47 zuvor festgelegten Messpunkten einzelne Pflastersteine herausgelöst und vermessen, ebenso wurden die Dicke der Pflasterbettung aus Feinsplitt und die Breite der Fugen ermittelt.

Erst WBG schafft Öffentlichkeit

Von den Ergebnissen dieser Kontrollen hat die Öffentlichkeit nie etwas erfahren. Der Stadtrat hat sich erst in der vergangenen Woche damit beschäftigt. Zu verdanken ist das der WBG-Fraktion, die darauf drängte, die Ergebnisse der Kontrollen auf dem Brüninghaus-Platz öffentlich im Rat zu besprechen. „Aus rechtlichen Gründen war das aber nicht möglich“, erklärte WBG-Fraktionschef Volker Oßenberg auf Nachfrage. Die Sitzung war deshalb nichtöffentlich.

Brüninghaus-Platz 2017

Was die WBG allerdings immerhin erreichte, ist, dass die Stadt am Mittwoch eine Pressemitteilung dazu herausgegeben hat: 61 Wörter, verteilt auf drei Sätze. Doch diese wenigen Sätze, so vorsichtig sie auch formuliert sein mögen, bergen eventuell jede Menge Zündstoff. Ihre Erkenntnisse, dass „möglicherweise Mängel an der Ausführung der Pflasterarbeiten existieren“, bezieht die Stadtverwaltung aus einem Gutachten vom 18. Mai, das also ganz offensichtlich nach der ersten Überprüfung kurz nach der Platz-Eröffnung entstanden ist und das der Redaktion auszugsweise vorliegt.

„Abnahme ist zu verweigern“

„Die untersuchte Pflasterung – Kleinpflaster – auf dem Brüninghaus-Platz ist nicht nach den Regelwerken und der Ausschreibung hergestellt und die Abnahme ist zu verweigern“, heißt es darin. Der Gutachter liefert auch detaillierte Gründe für diese Einschätzung. Die Fugenbreiten entsprächen nicht dem Leistungsverzeichnis und den Regelwerken. Deshalb könnten sie „dem bestimmungsmäßigen Verkehr … nicht standhalten“. Durch die Benutzung könne es zu Verschiebungen des Pflasters kommen.

Auch die Bettungshöhe, also die unter den Steinen aufgebrachte Schicht aus Feinsplitt, entspreche „in hohem Maße“ nicht der Ausschreibung und den Regelwerken. Sie sei nicht gleichmäßig eingebaut worden, weshalb es durch ein Befahren der Fläche mit Kraftfahrzeugen zu Spurrinnen und Absackungen kommen könne.

Herausgekommen ist all dies offenbar, weil die Stadt hatte prüfen lassen, ob sich der Brüninghaus-Platz als Standort für den Wochenmarkt eignet. Nun kommt der Gutachter zu dem Schluss, dass sich das Areal für eine Nutzung als Marktplatz, Veranstaltungsfläche oder Eventfläche nicht eignet.

Vielfältige Nutzung gewollt

Doch genau das hatte die Stadt durch die Umgestaltung des Brüninghaus-Platzes erreichen wollen. Durch weitgehenden Verzicht auf Aufbauten sollte eine große Fläche entstehen, die vielfältig genutzt werden kann: für Stadtfeste, Weihnachtsmärkte, Bauernmärkte und vieles mehr. Darauf legen Stadtverwaltung und Fraktionen auch weiterhin großen Wert.

Die Stadt hat das Bauunternehmen inzwischen mit den Aussagen des Gutachtens konfrontiert und wartet nun auf eine Reaktion. Dass die Firma, die die Verlegung des Kleinpflasters an ein anderes Unternehmen weitervergeben hat, sofort Fehler einräumen und eine Nachbesserung vornehmen wird, ist kaum zu erwarten. Bei der Stadt rechnet man mit einem Gegengutachten.

Möglicherweise läuft am Ende alles auf einen Vergleich hinaus. Für Thomas Schroeder, im Rathaus zuständiger Fachbereichsleiter, steht aber fest: „Der Platz muss für Veranstaltungen nutzbar sein, das ist nicht verhandelbar.“

So sieht das auch die Politik. „Wir wollen einen voll funktionsfähigen Platz haben“, sagt beispielsweise FDP-Fraktionschef Friedhelm Hermes. „Der Platz muss für die vorgesehenen Zwecke nutzbar sein“, fordert CDU-Fraktionschef Stefan Ohrmann.

Nur Teilflächen betroffen

Gut möglich also, dass der Brüninghaus-Platz irgendwann wieder zur Baustelle wird. Wahrscheinlich würden dann aber nur die Kleinpflaster-Flächen erneuert werden müssen, vielleicht auch nur teilweise. Ihre Herstellung hat nach Worten von Fachbereichsleiter Schroeder „einen kleinen sechsstelligen Betrag“ gekostet.

Den Einzelhändlern am Brüninghaus-Platz, die ein Jahr lang unter den Bauarbeiten zu leiden hatten, schwant trotzdem schon Böses. „Das wäre eine mittlere Katastrophe“, sagt beispielsweise Peter Ebener, Geschäftsführer des WK-Warenhauses. Die Planungen für das auf dem Brüninghaus-Platz geplante Oktoberfest haben die Geschäftsleute schon auf Eis gelegt. Bis auf weiteres darf der Platz nur von Fußgängern benutzt werden.

Quelle: Süderländer Volksfreund 03.08.2017

Fraktionssitzung

6. Juni 2017

Die nächste Fraktionssizung findet am 07.06.2017 um 18.30 Uhr im Haus Werdohl statt. Alle Mitglieder sind herzlich eingeladen.

Offene Vorstandssitzung

14. Mai 2017

Am Montag den 15. Mai findet um 18.30 Uhr eine offene Vorstandsitzung im Ütterlingser Krug statt, zu der wir alle Mitglieder herzlich einladen.

Tagesordnung:

1 Begrüßung
2 Aussprache zwischen Vorstand und Mitgliedern
3 E-Mailkommunikation an Fraktionsmitglieder
4 Termine für Firmenbesuche
5 Facebookauftritt
6 Festlegung eines Termins für ein Sommerfest
7 Veranstaltung zum Thema Steuerverschwendung. Referent Herr Berkenkopf
8 Weiterverfolgung zum Friedwald  Ja o. Nein
9 Verschiedenes
10 Jeder kann noch seine Ideen mit Einbringen.

Protokoll der Jahreshauptversammlung 2017

20. April 2017

Protokoll der Jahreshauptversammlung der Werdohler Bürgergemeinschaft e.V. (WBG) vom 10.4.2017
Ort: Ütterlingser Krug, Erfurter Straße, Werdohl
Zeit: 18:30 – 19:50 Uhr
Teilnehmer: Anwesenheitsliste und ein Vertreter der Presse

TOP1) Um 18:30 Uhr eröffnet der Vorstandsvorsitzende Christian Klepatz die Versammlung und begrüßt die anwesenden Mitglieder (18 stimmberechtigt) und den Vertreter der Presse.

TOP2) Als nächstes wird die Beschlussfähigkeit festgestellt und eine Änderungsmitteilung zum Punkt Vorstandswahlen bekannt gegeben. Es müssen nicht wie in der Einladung steht 2, sondern 3 Beisitzer benannt werden.

TOP3) Willibald Mertens verweist nochmals auf den Punkt Verschiedenes des Protokolls der JHV vom 29.4.16. Er bemängelt die schlechte Umsetzung der dort aufgeführten Vorgaben. Willibald möchte sich später unter dem TOP 10 noch einmal dazu äußern.

TOP4) Bis zum 27 März 2017 wurden keine weiteren Anträge beim Vorstand eingereicht.

TOP 5) Christian verliest den Vorstandsbericht 2016. (Anlage 1 zum Protokoll). Danach berichtet Volker über die geleistete Fraktionsarbeit. (Anlage 2 zum Protokoll). Abschließend folgt noch der Kassenbericht durch Zorica. Die Kasse wurde geprüft von Eva Oßenberg und Friedrich Wilhelm Middendorf. Es wurden keine Unstimmigkeiten festgestellt.

TOP6) Dem Vorstand und den Kassenprüfern wurde einstimmig Entlastung erteilt.

TOP7) Vorstandwahlen
Zum ersten Vorsitzenden wird erneut Christian Klepatz einstimmig wiedergewählt. Er nimmt das Amt an.
Als Schatzmeister wird Zorica Rothstein ebenfalls einstimmig wiedergewählt. Sie nimmt das Amt an.
Zum neuen Schriftführer wurde mit 17 Jastimmen und einer Enthaltung Klaus–Dieter Frick gewählt. Auch er nimmt das Amt an.
Zu Beisitzern werden einstimmig Peter Jung, Thorsten Liebermann und Ulrich Hüsmert gewählt. Alle nehmen das Amt an.
Als Nachfolger des Kassenprüfers Eva Oßenberg wird Willibald Mertens einstimmig gewählt. Er nimmt das Amt an. Der zweite Kassenprüfer Friedrich Wilhelm Middendorf bleibt noch im Amt.

TOP8) Die zweite Vorsitzende Heike Mertens überreicht Christian Klepatz zum Dank und als Anerkennung für seine geleistete Arbeit Blumen und ein kleines Präsent. Erstmalig werden im Anschluss vom Vorstandsvorsitzenden einige Mitglieder mit Urkunden und Präsenten für ihre 10 bzw. 12 jährige Zugehörigkeit zur WBG geehrt. 12 Jahre dabei sind Heike Mertens, Ursula Lamboy, Bernd Winzer, Gottfried Brinkmann und Friedrich Wilhelm Middendorf. 10 Jahre Mitglied ist Willibald Mertens.

TOP9) Anträge zur JHV liegen nicht vor.

TOP10) Einige Mitglieder melden sich, trotz Anwesenheit des Vertreters der Presse, mit Beiträgen zu Wort die laut ihren Aussagen nicht als Kritik, sondern eher als Anregung, gesehen werden sollen. Daher sahen sich die Vorstands- und Fraktionsmitglieder zu Stellungnahmen genötigt.
Unter anderem mit der deutlichen Botschaft, dass diese Diskussionen zu diesem Zeitpunkt fehl am Platz waren.

TOP11) Der erste Vorstandsvorsitzende Christian Klepatz bedankt sich bei den Anwesenden für deren Aufmerksamkeit und beendet die Versammlung um 19:50 Uhr.

Ostergrüße

13. April 2017

Die WBG wünscht allen Werdohlern ein frohes Osterfest!

Hei, juchei! Kommt herbei!
Suchen wir das Osterei!
Immerfort, hier und dort
und an jedem Ort!

Ist es noch so gut versteckt.
Endlich wird es doch entdeckt.
Hier ein Ei! Dort ein Ei!
Bald sind ´s zwei und drei.

(Heinrich Hoffmann von Fallersleben)