{"id":1030,"date":"2011-01-09T15:08:50","date_gmt":"2011-01-09T13:08:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.wbg-werdohl.de\/?p=1030"},"modified":"2011-03-22T23:24:19","modified_gmt":"2011-03-22T21:24:19","slug":"wbg-infoveranstaltung-zu-sicherheit-und-ordnung-am-25-11-2010","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wbg-werdohl.de\/?p=1030","title":{"rendered":"WBG-Infoveranstaltung zu Sicherheit und Ordnung am 25.11.2010"},"content":{"rendered":"<p>So berichten die beiden Lokalzeitungen von der Sitzung, an der als G\u00e4ste viele Teilnehmer des Werdohler Stammtisches teilnahmen um sich auch direkt bei den zust\u00e4ndigen Politikern f\u00fcr ihre Stadt einzusetzen.<\/p>\n<h2>Verlagerungs-Konzept f\u00fcr Trinker ohne Alternative<\/h2>\n<p><strong>WERDOHL \u25aa Rund zwanzig G\u00e4ste, davon die meisten WBG-Mitglieder und Teilnehmer des B\u00fcrgerstammtisches, besuchten am Mittwoch die WBG-Infoveranstaltung zu den Themen Sicherheit und Ordnung.<\/strong><\/p>\n<p>Den Abend er\u00f6ffnete WBG-Vorsitzender Thomas Janikowski mit einer  ganzen Reihe von diskussionsf\u00e4higen Punkten. Er habe im September  Berichte \u00fcber 21 Straftaten mit Sachsch\u00e4den in H\u00f6hen von 21 000 Euro in  der Zeitung lesen k\u00f6nnen. Janikowski sprach von \u201eJugendlichen mit  Wodkaflaschen an Bushaltestellen\u201c in Kleinhammer und Pungelscheid. Zudem  habe er geh\u00f6rt, dass Mitarbeiter des Ordnungsamtes Angst h\u00e4tten,  Kn\u00f6llchen in der Neustadtstra\u00dfe oder der Friedensstra\u00dfe zu verteilen.  Die Verwaltung behaupte anderes, da stecke doch ein Fehler im System.  Diesen kritischen Aussagen widersprach auf der Stelle Bodo Schmidt: \u201eF\u00fcr  die Mitarbeiter des Ordnungsamtes gibt es keine Angstr\u00e4ume, das ist  falsch.\u201c<\/p>\n<p>Bevor es zu einer gr\u00f6\u00dferen Debatte kam, stellte  Oberpolizeirat Bernd Scholz seine Sicht der Sicherheitslage in Werdohl  vor. \u201eWir leben nach wie vor in einer der sichersten Regionen in ganz  Nordrhein-Westfalen\u201c, interpretierte er die immer wieder ver\u00f6ffentlichten Statistiken.<\/p>\n<p>Scholz  kam aber nicht mit leeren H\u00e4nden nach Werdohl. \u201eIch werde die Pr\u00e4senz  der Polizei auf der Stra\u00dfe steigern, dass ist in den letzten Jahren  vernachl\u00e4ssigt worden.\u201c Er arbeite gerade an einem Konzept f\u00fcr  Innenstadtstreifen, das schon in allern\u00e4chster Zeit umgesetzt werde.  Dabei denke er auch an die Erneuerung der Ordnungspartnerschaft mit der  Stadt. Um bei gewaltt\u00e4tigen Ausschreitungen wie etwa beim Stadtfest und  beim Winterwahnsinn eingreifen zu k\u00f6nnen, habe er eine zentrale  Eingreifmannschaft zusammen gestellt. Zudem seien extra Bezirks-  und Schwerpunktdienste entwickelt worden. Scholz: \u201eDie werden Sie bald  auch in Werdohl erleben.\u201c Diese zumeist lebens\u00e4lteren Kollegen w\u00fcrden  ihre Aufgabe als Ansprechpartner in Sicherheitsfragen wahrnehmen.<\/p>\n<p>Breiten  Raum nahm das Gespr\u00e4ch \u00fcber die offen Alkohol trinkenden Menschen in  der Innenstadt ein. Bodo Schmidt verteidigte das Konzept, diese Trinker  auf eine Unterstandsh\u00fctte am Lenneufer zu verweisen. Ein anderer Platz  werde von der Klientel nicht akzeptiert. Erfolgreich seien die Trinker  immerhin vom Kinderspielplatz weggebracht worden. Weil die meisten von  ihnen weder gewaltt\u00e4tig noch aggressiv seien, gebe es keine rechtliche  M\u00f6glichkeit, sie zu belangen. Jeder B\u00fcrger habe das Recht, sich auch  angetrunken auf der Stra\u00dfe aufzuhalten. Zudem fehle dem Au\u00dfendienst des  Ordnungsamtes dauerhaft eine ganze Stelle, so Schmidt. Die Satzung, die  Alkoholgenuss in der Innenstadt untersage, sei vermutlich rechtlich  nicht mehr lange haltbar.<\/p>\n<p>Mehrere G\u00e4ste sagten offen, dass sie mit  dieser Situation sehr unzufrieden seien. J\u00fcrgen Hennemann sprach gar  von \u201eeiner B\u00fcrgerschaft voller Zorn\u201c. Alternativen zum Verlagerungs-Konzept der Trinker konnte aber niemand nennen.<\/p>\n<p><em>Von Volker Heyn (S\u00fcderl\u00e4nder Volksfreund)<\/em><\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<h2>Polizei nimmt sich junge Kriminelle vor<\/h2>\n<p><strong>Werdohl.  Die Liste der Faktoren, die  Werdohler st\u00f6ren, ist lang. So klang es jedenfalls am Mittwoch bei der  Informations- und Diskussionsveranstaltung der Werdohler  B\u00fcrgergemeinschaft (WBG) im Haus Werdohl. <\/strong><\/p>\n<p>So lauten  einige der Beschwerden: Der Unterstand an der Lennepromenade, in dem oft  junge Menschen sitzen und Alkohol trinken, Hundekot an Wegen, zu  schnell fahrende LKW am Solmbecker Weg, dort durch Steinstaub vom  Steinbruch verschmutzte Stra\u00dfen, st\u00f6rende Aktionen durch Jugendliche in  Kleinhammer und Pungelscheid, t\u00e4glich verbotener Weise den H\u00f6henweg  hinunter fahrende LKW und eine optisch zu geringe Polizeipr\u00e4senz.<\/p>\n<h4>Eine der ruhigsten <br \/>\n Regionen in NRW<\/h4>\n<p>Mit  dem Leiter der Polizei-Inspektion S\u00fcd, Polizeioberrat Bernd Scholz und  Bodo Schmidt, stellvertretender Leiter des Fachbereiches f\u00fcr Ordnung,  Soziales und Wohnen im Werdohler Rathaus waren kompetente  Gespr\u00e4chspartner gekommen.<\/p>\n<p>Auf eine Vielzahl an Straftaten,  Diebst\u00e4hle, K\u00f6rperverletzungen aber auch Ordnungswidrigkeiten an  unterschiedlichen Brennpunkten in Werdohl wies WBG-Vorsitzender Thomas  Janikowski einleitend hin. Immer wieder w\u00fcrde die WBG von Werdohlern auf  Missst\u00e4nde aufmerksam gemacht. Trotzdem wies der Inspektionsleiter der  Polizei darauf hin. \u201eWir leben in einer der ruhigsten Regionen in NRW.\u201c<\/p>\n<p>Und  er konnte das durch Zahlen belegen. Nachdem der Unfallschwerpunkt  H\u00f6henweg weitgehend beruhigt sei, w\u00fcrden nun die dadurch frei werdenden  Kr\u00e4fte der Polizei anderweitig im Stadtgebiet eingesetzt.<\/p>\n<p>Als ein  Augenmerk dabei nannte Scholz die Jugendkriminalit\u00e4t. Da werde man  vorbeugend und abschreckend t\u00e4tig, wie bei Gef\u00e4ngnisbesuche mit  gef\u00e4hrdeten jungen Leuten. Sorge nicht nur in Werdohl bereiten  Gewaltdelikte. Verbote des Innenstadtaufenthalts f\u00fcr bekannte  Intensivt\u00e4ter sind m\u00f6glich. In Werdohl. so Scholz, treffe das auf drei  zu.<\/p>\n<p>Die Personalst\u00e4rke richte sich nach der Belastung und werde  von h\u00f6herer Stelle festgelegt. Sicherlich w\u00fcnsche er sich mehr Beamte  auch f\u00fcr Werdohl.<\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang wurde von den Besuchern  mehr Pr\u00e4senz im Innenstadtbereich gew\u00fcnscht und nur ein Streifenwagen  nachts f\u00fcr Werdohl und Neuenrade sei zu wenig.<\/p>\n<p>Lange hielt man  sich unter anderen Themen bei dem neuen Unterstand an der Lennepromenade  auf. Wie J\u00fcrgen Hennemann und Manfred Hoh vom B\u00fcrgerstammtisch \u00e4u\u00dferten  weitere Besucher Unverst\u00e4ndnis daf\u00fcr, dass die Stadt Werdohl an der  Uferpromenade eine \u00fcberdachte Sitzgelegenheit errichtet, damit sich dort  Menschen aufhalten, um Alkohol sogar bis zur Trunkenheit zu  konsumieren.<\/p>\n<p>Man sprach sich f\u00fcr ein generelles Alkoholverbot im  Innenstadtbereich aus. Doch das, so Bodo Schmidt, sei aus gesetzlichen  Gr\u00fcnden nicht durchf\u00fchrbar. Allein mit der Ordnungsverf\u00fcgung eines  Alkoholverbotes f\u00fcr einige wenige Bereiche sei Werdohl von D\u00fcsseldorf  kritisiert worden.<\/p>\n<p>Der Unterstand, so Schmidt, sei errichtet  worden, um diese Szene vom Kinderspielplatz an eine entlegenere Stelle  zu verlagern. Andere Alternativen w\u00fcrden gew\u00fcnscht, doch sei das Problem  des Alkoholtrinkens in der \u00d6ffentlichkeit nicht in den Griff zu  bekommen. Das Unverst\u00e4ndnis blieb.<\/p>\n<p>Es gab noch eine F\u00fclle an Themen an diesem Abend. Die Liste der  Vorkommnisse, die B\u00fcrger st\u00f6ren und die Wortmeldungen der 20 Besucher  war lang. Nicht alle Dinge lassen sich leicht l\u00f6sen.<\/p>\n<p>Gerhard W. Sonneborn (Westf\u00e4lische Rundschau)<\/p>\n<p>Erg\u00e4nzent zu diesem Abend sind am 15.03.2011 im S\u00fcderl\u00e4nder Volksfreund aktuelle Daten zur Sicherheit in Werdohl ver\u00f6ffentlicht worden.<\/p>\n<p><strong>Kripo: Die Werdohler leben sehr sicher <\/strong><\/p>\n<p>WERDOHL \u25aa 1121 Straftaten wurden 2010 in Werdohl begangen. Das sind 159 F\u00e4lle mehr als im Vorjahr. Allerdings g\u00e4be es keinen Grund zur Unruhe: \u201e2009 war ein extrem gutes Jahr. Betrachtet man die Statistik \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum ist der Anstieg minimal\u201c, erkl\u00e4rte Kriminalhauptkommissar Wolfgang Klein von der F\u00fchrungsstelle Sachgebiet Kriminalit\u00e4t.<\/p>\n<p>(&#8230;)Wie bereits in den vergangenen Jahren z\u00e4hlt Werdohl zu den sichersten St\u00e4dten NRWs. Besonders stolz sind die Kommissare \u00fcber die Aufkl\u00e4rungsquote. \u201eIm Gebiet der Polizeiinspektion S\u00fcd, zu der der M\u00e4rkische S\u00fcdkreis geh\u00f6rt, liegt die Quote bei 57,9 Prozent. Das ist deutlich besser als der Landesdurchschnitt, der liegt n\u00e4mlich bei 49,9 Prozent\u201c, erl\u00e4utert Klein die Zahlen. Werdohl liegt mit einer Aufkl\u00e4rungsquote von 54,6 Prozent zwar knapp unter dem Durchschnitt der Beh\u00f6rde, aber dennoch deutlich \u00fcber dem Landesdurchschnitt. Dies sei das beste Ergebnis seit zehn Jahren. Die gute Quote sei unter anderem den B\u00fcrgern zu verdanken. \u201eDie Bev\u00f6lkerung ist aufmerksamer und meldet sich schneller bei der Polizei, wenn etwas auff\u00e4llig erscheint\u201c, erkl\u00e4rt Wolfgang Sudhaus den Anstieg.<\/p>\n<p>Nicht so erfreulich sei die Entwicklung im Bereich der Rohheitsdelikte. Im Bereich der K\u00f6rperverletzungen gab es einen Anstieg um 25,8 Prozent. \u201eDabei handelt es sich vor allem um Delikte im Bereich der h\u00e4uslichen Gewalt sowie im Familien und Bekanntenkreis. Begr\u00fcnden l\u00e4sst sich dies durch das Anzeigenverhalten. Es werden wesentlich mehr Straftaten gemeldet\u201c, so Sudhaus. Sorgen bereiten den Beamten die jugendlichen Straft\u00e4ter. Sie seien Hauptt\u00e4ter im Bereich der Stra\u00dfenkriminalit\u00e4t, wie Klein berichtete: \u201eWir konnten aber einen Erfolg vermelden. Unser Programm f\u00fcr jugendliche Intensivt\u00e4ter scheint zu greifen, die Zahlen sinken.\u201c Zudem gibt es erstmals seit 2006 wieder einen R\u00fcckgang im Bereich der Straftaten unter Alkoholeinfluss. Deutlich angestiegen ist hingegen die Zahl der Betrugsf\u00e4lle. Vor allem gef\u00e4lschte T\u00fcv-Papiere seien ein gro\u00dfes Thema in Werdohl. Man werde zuk\u00fcnftig verst\u00e4rkt Kontrollen durchf\u00fchren. (Lydia Machelett)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So berichten die beiden Lokalzeitungen von der Sitzung, an der als G\u00e4ste viele Teilnehmer des Werdohler Stammtisches teilnahmen um sich auch direkt bei den zust\u00e4ndigen Politikern f\u00fcr ihre Stadt einzusetzen. 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