{"id":1078,"date":"2011-02-15T22:43:39","date_gmt":"2011-02-15T20:43:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.wbg-werdohl.de\/?p=1078"},"modified":"2011-02-15T22:43:39","modified_gmt":"2011-02-15T20:43:39","slug":"haushaltsrede-2011-von-willibald-mertens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.wbg-werdohl.de\/?p=1078","title":{"rendered":"Haushaltsrede 2011 von Willibald Mertens"},"content":{"rendered":"<p>Herr B\u00fcrgermeister, sehr geehrte B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger hier im Ratssaal, liebe Kolleginnen und Kollegen des Rates der Stadt,<\/p>\n<p>bei Ihrer Rede zur Einbringung des Haushalts  f\u00fcr das Jahr 2011, Herr Griebsch, musste ich unwillk\u00fcrlich an Stephen King denken.<\/p>\n<p>Das Zahlenwerk des Haushalts ist einfach gruselig und man fragt sich:<\/p>\n<p>Wie lange geht dieser Alptraum so weiter  ?<\/p>\n<p>Ist ein gutes Ende \u00fcberhaupt noch m\u00f6glich und wenn ja, wann ist es in Sicht ?<\/p>\n<p>Werdohl war 2009 die einzige Kommune mit einem negativen Gewerbesteuer-Aufkommen. Wobei allein der Begriff \u201eAufkommen\u201c in diesem Zusammenhang paradox ist.<\/p>\n<p>Konsequent ist es, dass der K\u00e4mmerer trotz aller Aufschwungprognosen und auch schon erster zaghafter Konjunkturbewegungen nach oben, unsere Gewerbesteuereinnahmen \u00fcber 5 Mio. auf jetzt 8 Mio. angesetzt hat.<\/p>\n<p>Steigende Ans\u00e4tze auf der Ausgabenseite f\u00fcr 2011 bringen uns jedoch den traurigen Status einer Nothaushaltskommune mit drohender \u00dcberschuldung immer n\u00e4her. Und das schon 2013 und nicht erst ein Jahr sp\u00e4ter, wie auch schon mein (e) Vorredner festgestellt haben.<\/p>\n<p>Betrachtet man dieses Desaster mal einen Augenblick humorig, dann tragen wir als WBG die Antwort auf die Frage nach einem Ausweg schon in unserem Namen :<\/p>\n<p>Werdohl  braucht  Geld !!<\/p>\n<p>Und woher soll das Geld bitte sch\u00f6n kommen, meine Damen und Herren  ?<\/p>\n<p>Eine seit Jahren immer wieder genannte Quelle w\u00e4re eine grundlegende strukturelle Reform der Gemeindefinanzen.<\/p>\n<p>Man hat schon viel und oft von ihr geh\u00f6rt, jede neue Landesregierung hat angek\u00fcndigt, diese Reform auf den Weg bringen zu wollen, gesehen jedoch hat sie noch niemand.<\/p>\n<p>Loch Ness l\u00e4sst gr\u00fc\u00dfen.<\/p>\n<p>Eine erste Hoffnung kam zun\u00e4chst bei mir durch die Haltung der neuen Landesregierung den notleidenden Kommunen gegen\u00fcber auf, auch durch den Nachtrag zum Gemeindefinanzierungsgesetz 2010. Es h\u00e4tte allerdings noch viel mehr passieren m\u00fcssen, wenn die ohnehin durch finanzielle Engp\u00e4sse immer mehr zur\u00fcckgehende Lebensqualit\u00e4t in den \u201ekleinen St\u00e4dten nicht auf den Level null sinken soll.<\/p>\n<p>Jetzt kommt jedoch hinzu, dass der Landesverfassungsgerichtshof den Nachtragshaushalt des Landes wegen der beabsichtigten Neuverschuldung von \u00fcber 8 Mrd. Euro zun\u00e4chst gestoppt hat.<\/p>\n<p>Wie sich dieser Richterspruch auch auf die finanzielle Situation der Kommunen auswirkt, muss abgewartet werden. Ohne eine pessimistische Grundhaltung zu haben, kann man erahnen, dass es wahrscheinlich wieder einmal die Kommunen treffen wird.<\/p>\n<p>Seien wir aber mal ehrlich, meine Damen und Herren, diese 8 Mrd. Euro Neuverschuldung h\u00e4tten ja auch wieder zur\u00fcckgezahlt werden m\u00fcssen, nat\u00fcrlich mit Zinsen.<\/p>\n<p>Es ist ja auch nicht so, dass diese Milliarden Euro wie Manna vom Himmel fallen.<\/p>\n<p>Meine Kolleginnen und Kollegen von der WBG und ich haben in den letzten Monaten bei unserer kommunalpolitischen Arbeit neben vielen anderen Erkenntnissen eine gehabt:<\/p>\n<p>Die Werdohler Kommunalpolitik und das sind in der Vergangenheit nat\u00fcrlich die Vertreter von CDU- SPD und FDP gewesen, hat weitgehend versucht, sparsam und m\u00f6glichst effizient mit den mehr als knappen \u00f6ffentlichen Mitteln umzugehen.<\/p>\n<p>Spa\u00df- oder Prestigeobjekte hat es nicht gegeben !  Wovon auch  ?<\/p>\n<p>Bisher habe ich auch nichts von einem Wunsch nach einem Aufzug vom Bahnhof zum Remmelshagen geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Der Erhalt, die Optimierung der bestehenden Infrastruktur steht und stand immer im Vordergrund. Aber auch da geht seit Jahren oftmals noch nicht mal das Notwendige oder Sinnvolle.<\/p>\n<p>Und dann kommt zu allem \u00dcberfluss auch noch solch ein Winter. Schnee und Eis bis zum Abwinken.<\/p>\n<p>Explodierende Kosten f\u00fcr den R\u00e4umdienst. Kostet uns dieser Winter  m\u00f6glicherweise 540.000 Euro oder mehr ?  Aus Altena kommen Zahlen von 800.000 Euro. Ich denke, wir m\u00fcssen die weitere Entwicklung des Winters 2010\/2011 abwarten. In 2011 allein sind bisher die ganz hohen Kosten noch nicht entstanden. Aber niemand hier kann voraussehen, was uns in den kommenden Monaten Februar und M\u00e4rz noch erwartet. Hier gilt es, Herr Griebsch, in Ihrem Hause das Ende des Winters abzuwarten und dann nach dringend notwendigen Optimierungen zu suchen.<\/p>\n<p>Die Fraktion der WBG hat in der Sitzung des Hauptausschusses am 17. Jan.  Anregungen zu einer Optimierung des Winterdienstes gegeben und angeboten, hieran in einem Arbeitskreis mitzuwirken.<\/p>\n<p>Herr Kollege B\u00f6ttcher, Sie haben in der Vergangenheit mit Vertretern der SPD Besuche bei der M\u00e4rk. Verkehrsgesellschaft und auch den M\u00e4rk. Kliniken gemacht und nach der R\u00fcckkehr verk\u00fcndet: Alles in bester Ordnung, Probleme, wenn es denn welche gab, sind beseitigt.<\/p>\n<p>Vielleicht als Anregung.                                                                   Wie w\u00e4re es mit einem Besuch im Deutschen Wetteramt in Essen. Nach der R\u00fcckkehr k\u00f6nnten Sie evtl. bekannt geben: \u201e Das Deutsche Wetteramt hat uns zugesichert, der Winter 2010\/2011 ist vorbei, es wird auch keinen Schnee mehr geben! \u201e<\/p>\n<p>Damit braucht sich auch niemand mehr Gedanken zum Winterdienst machen. Alles andere w\u00fcrde zur Verunsicherung der Bev\u00f6lkerung f\u00fchren.<\/p>\n<p>Scherz beiseite und zur\u00fcck zur politischen Realit\u00e4t.<\/p>\n<p>Gut, meine Damen und Herren, dass wir durch das Konjunkturpaket II einiges zur Verbesserung an unseren Geb\u00e4uden auf den Weg bringen konnten.<\/p>\n<p>Ebenso von gro\u00dfer Bedeutung: Der erste Bewilligungsbescheid zum Stadtumbau West.<\/p>\n<p>Es ist gut f\u00fcr unsere Stadt als Ganzes und besonders f\u00fcr das Bahnhofsviertel, dass nunmehr mit den Sanierungsarbeiten im und am Bahnhof begonnen werden kann. Nach deren Abschluss wird sicherlich f\u00fcr die Besucherinnen und Besucher von Heimatmuseum und Archiv, von Kulturforum und Woge und den anderen Institutionen ein lebendiger \u201eAnziehungspunkt\u201c bereitstehen.<\/p>\n<p>Hoffen wir alle miteinander, dass auch die Zuschuss-Folgeantr\u00e4ge f\u00fcr den Stadtumbau in der erwarteten H\u00f6he bewilligt werden.<\/p>\n<p>Denn Werdohl braucht Geld (Geld von Land und Bund), um die gesteckten Ziele zu erreichen.<\/p>\n<p>Andere Ziele haben wir 2010 erreicht:<\/p>\n<p>Nicht bei allen waren daf\u00fcr immer erhebliche Kosten aufzuwenden. Oft haben Anregungen, die zum Nachdenken und dann zu Verbesserungen<\/p>\n<p>der Situationen gef\u00fchrt haben.<\/p>\n<p>Wir haben uns aber auch gefreut \u00fcber die Wiederer\u00f6ffnung des Gr\u00fcnabfallplatzes am Riesei bei gleichzeitiger Beibehaltung der Gr\u00fcnabfallcontainer in den Au\u00dfenbereichen Eveking und \u00dctterlingsen.<\/p>\n<p>Eine Anregung der WBG, genauso wie die Rettungspunkte f\u00fcr Wanderer und die Wiederer\u00f6ffnung des Verbindungsweges f\u00fcr Fu\u00dfg\u00e4nger zwischen<br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p>Burggrafen- und Vorwerkstra\u00dfe.<\/p>\n<p>Eigenst\u00e4ndig, als Vertreter gerade der politisch unabh\u00e4ngigen B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger in unserer Stadt, haben wir uns auch z.B. um die Stadtklinik oder den MVG-Fahrplanwechsel im vergangenen Herbst gek\u00fcmmert.<\/p>\n<p>Warum erw\u00e4hne ich das hier noch einmal, meine Damen und Herren ?<\/p>\n<p>Zur Klarstellung eines wesentlichen Faktes der Arbeit der Werdohler B\u00fcrgergemeinschaft.<\/p>\n<p>Wir suchen bei der L\u00f6sung von Problemen auch immer wieder die fraktions\u00fcbergreifende Zusammenarbeit, wir reden mit Betroffenen und Fachleuten. Und das ohne Ber\u00fchrungs\u00e4ngste und Vorurteile.<\/p>\n<p>Als vierte Kraft im Rat und nicht als \u201eF\u00fcnfte Kolonne der CDU\u201c, wie der ein oder andere aus diesem Saal schon mal \u00f6ffentlich verlauten lie\u00df.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck zum -trotz angespannter Finanzlage- in 2010 Erreichten:<\/p>\n<p>Sicher ein Schlaglicht dabei war das Feuerwehrger\u00e4tehaus in Eveking und die neuen Fahrzeuge und Ausr\u00fcstungen f\u00fcr die Wehr.<\/p>\n<p>Das alles wird das Einsatz- und \u00dcbungsleben der Wehrm\u00e4nner sicherlich erleichtern.<\/p>\n<p>Danke an dieser Stelle f\u00fcr die ehrenamtliche, sehr h\u00e4ufig auch gef\u00e4hrliche Arbeit f\u00fcr alle.<\/p>\n<p>Drei Offene Ganztagsschulen sind in Werdohl eingerichtet worden, ein erfreulicher Fakt aus unserer Schullandschaft.<\/p>\n<p>Weniger erfreulich war die Debatte um das Projekt Gemeinschaftsschule in Neuenrade, respektive um eine Kooperation zwischen dieser Gemeinschaftsschule und der Gesamtschule in Werdohl, aber auch um das vertagte Thema \u201eR\u00fcckf\u00fchrung der Evangelischen Grundschule in die Stadtmitte.<\/p>\n<p>Es stimmt, Kollege B\u00f6ttcher, was Sie auf einer SPD-Versammlung lt. Presseberichterstattung gesagt haben: \u201eMan muss kein Prophet sein um zu wissen, dass sich WBG und CDU mit diesem Thema nochmals besch\u00e4ftigen wollen ! \u201e<\/p>\n<p>Ich denke, dass es bei einer 100-j\u00e4hrigen Erfahrung als SPD-Ortsverein, auf die Sie dieses Jahr zur\u00fcckblicken k\u00f6nnen, es  auch schon mal bei Ihnen der Fall gewesen ist, dass Antr\u00e4ge aus aktuellem Anlass zur\u00fcckgestellt und dann sp\u00e4ter wieder behandelt wurden.<\/p>\n<p>Die uns in dem Zusammenhang von der Verwaltung aufgezeigten finanziellen Risiken beim F\u00f6rderantrag Stadtumbau-West waren Grund f\u00fcr unsere Entscheidung. Der hier gepr\u00e4gte Begriff der \u201eF\u00f6rdersch\u00e4dlichkeit\u201c  w\u00fcrde mir als Unwort des Jahres noch besser gefallen als der Begriff \u201ealternativlos\u201c.<\/p>\n<p>Aber noch mal zur\u00fcck zum Positiven !<\/p>\n<p>Wir begr\u00fcssen es sehr, dass das Ende der Blockade der Lenneroute an der Altenaer Stra\u00dfe aufgehoben sein wird und auch der Abschluss der Vertr\u00e4ge f\u00fcr den L\u00fcckenschlu\u00df in Richtung Plettenberg in greifbare N\u00e4he r\u00fcckt.<\/p>\n<p>Ich habe dennoch Probleme mit der Realisierung des Radwegeprojektes im gesamten Bereich Werdohl.  Es ist festzustellen, dass der Radweg auf Werdohler Gebiet eine L\u00e4nge von 17 KM hat. Wie in der Sitzung des Ausschusses f\u00fcr Umwelt und Stadtentwicklung  in der vergangenen Woche berichtet wurde, sind allein f\u00fcr den Radweg im Bereich \u00dctterlingsen auf einer L\u00e4nge von nur 2,8 KM mit Kosten zwischen 1,4 und rd. 2 Mio. zu rechnen. Die Gesamtkosten f\u00fcr den Streckenverlauf in Werdohl d\u00fcrften in die N\u00e4he eines zweistelligen Millionenbetrages gehen.<\/p>\n<p>Wenn man dann den Sch\u00e4tzungen \u00fcber die H\u00f6he der Winter-Folgesch\u00e4den an den Landes- und Bundesstra\u00dfen glaubt, kann eigentlich kein Geld mehr f\u00fcr andere Projekte in der Kasse des Landesbetriebes f\u00fcr 2011 \u00fcbrig bleiben.<\/p>\n<p>Marode Stra\u00dfen werden auch ein Problem f\u00fcr uns werden.<\/p>\n<p>Die Mitglieder unserer Sanierungskommission werden bestimmt schon dar\u00fcber ins Gr\u00fcbeln gekommen sein, wie sie ihren Job unter immer schlechter werdenden finanziellen Bedingungen eigentlich noch aus\u00fcben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das ist schon frustrierend, wenn man immer wieder, Jahr f\u00fcr Jahr, Listen mit ann\u00e4hernd den gleichen Ma\u00dfnahmen vorgelegt bekommt.<\/p>\n<p>Ma\u00dfnahmen die ohnehin dringend sind und unter den Motti \u201enotwendig, wichtig, Verkehrssicherungspflicht gef\u00e4hrdend oder so \u00e4hnlich laufen.<\/p>\n<p>Dann wird zum x-ten mal besichtigt und die Ern\u00fcchterung stellt sich ein :<\/p>\n<p>Nichts ist von selbst besser geworden.\u201c<\/p>\n<p>Werdohl braucht Geld,  viel Geld !!<\/p>\n<p>Was kann denn \u00fcberhaupt noch von uns selbst zur \u201eKrisenbew\u00e4ltigung\u201c getan werden  ?<\/p>\n<p>Nicht neu und auch schon seit l\u00e4ngerem in Werdohl im Zusammenhang mit den Finanzen auf der Tagesordnung:<\/p>\n<p>das Nachdenken \u00fcber Einsparm\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p>Hilfreich bei der Betrachtung der Lage k\u00f6nnte der Abschlussbericht der Gemeindepr\u00fcfungsanstalt sein.<\/p>\n<p>Ich bin mir sicher, Herr B\u00fcrgermeister, dass wir von Ihnen und Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine sachliche und neutrale Aufbereitung der Ergebnisse erhalten werden. Danach werden wir intensiv \u00fcber die gepr\u00fcften Bereiche Haushalt, Geb\u00e4udewirtschaft, Bauleistungen, Infrastruktur und nicht zuletzt Jugend beraten m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Das hierbei wieder einmal die m\u00f6gliche Abgabe des Jugendamtes oder besser von Teilen des Jugendamtes an den M\u00e4rkischen Kreis zur Diskussion stehen wird, ist nichts wirklich Neues.<\/p>\n<p>Als mir im Jahr 1993 die Leitung des Jugendamtes \u00fcbertragen wurde, war es eine der ersten Aufgaben, die Abgabe des Jugendamtes an den Kreis zu pr\u00fcfen.<\/p>\n<p>Auch nach meinem Ausscheiden wurde von der neu installierten Leitung ebenfalls diese \u00dcberpr\u00fcfung gefordert.<\/p>\n<p>Wie Sie sehen, ist das Jugendamt immer noch vor Ort t\u00e4tig und wie ich meine, mit Erfolg f\u00fcr die von ihm betreuten Kindern, Jugendlichen und Familien.<\/p>\n<p>Ein wesentlicher Grund f\u00fcr die Forderung nach Pr\u00fcfung der Abgabem\u00f6glichkeiten sind die teilweise erheblich steigenden Kosten insbesondere f\u00fcr Heimunterbringungen. Dass die Gr\u00fcnde f\u00fcr diese Kosten der Heimunterbingung und anderen familienersetzenden Ma\u00dfnahmen durch Wohnortwechsel der Eltern und einem damit verbundenem Zust\u00e4ndigkeitswechsel verbunden sind, mu\u00df einfach mal erw\u00e4hnt werden. Dass sich diese Zust\u00e4ndigkeitswechsel durch Zu- und Wegz\u00fcge eigentlich ausgleichen sollten, trifft nicht immer zu.<\/p>\n<p>Hierzu auf Einzelheiten einzugehen w\u00fcrde den Rahmen dieser Haushaltsrede sprengen.<\/p>\n<p>Es mu\u00df jedoch ber\u00fccksichtigt werden, dass sich durch eine Abgabe des Jugendamtes hinsichtlich der H\u00f6he der Kreisumlage nicht die Ver\u00e4nderungen ergeben werden, auf die m\u00f6glicherweise gerechnet wird.<\/p>\n<p>Durch die differenzierte Kreisumlage wird die Entlastung wahrscheinlich nicht so hoch wie vielleicht erwartet.<\/p>\n<p>Meine Damen und Herren, diese Betrachtung der reinen Zahlen ist die eine Seite der Medaille. Die ortsnahe Betreuung von Familien, Kindern und Jugendlichen aber auch die ortsnahe Kenntnis der Familien und damit die Chancen fr\u00fchzeitig gezielt reagieren zu k\u00f6nnen, die andere Seite.<\/p>\n<p>Interkommunale Zusammenarbeit kann beim Sparen helfen.<\/p>\n<p>Wir sehen das an den von Ihnen in Ihrer Haushaltsrede aufgez\u00e4hlten Bereichen, Herr Griebsch.<\/p>\n<p>Stra\u00dfenreinigung und die Besch\u00e4ftigung eines technischen Pr\u00fcfers f\u00fcr Plettenberg und Werdohl, Zusammenarbeit bei Kulturveranstaltungen wie Rock f\u00fcr Kids und \u00e4hnliches, wie die Berufsorientierungsmesse mit Neuenrade in Werdohl.<\/p>\n<p>Beim Gewerbepark Rosmart haben sich meine Bauchschmerzen, wie ich sie schon bei der Haushaltsrede im vergangenen Jahr angedeutet hatte, noch nicht verfl\u00fcchtigt. Auch wenn sich mit der Fa. Mekon eine  weitere Ansiedlung im vergangenen Jahr ergeben hat, kann ich trotz des erkennbaren Aufschwunges  auch unserer heimischen Wirtschaft keine durchgreifenden Ver\u00e4nderungen in Rosmart erkennen.<\/p>\n<p>Ich glaube, alle beteiligten Kommunen m\u00fcssen hier weiterhin mit dem Prinzip Hoffnung leben.<\/p>\n<p>Die Stadt Altena hat nach unsere Kenntnis \u00fcber weitergehende interkommunale Aufgabenerledigung mit der Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde verhandelt. Vielleicht k\u00f6nnte auch eine Nachfrage dort, wenn noch nicht geschehen, Erkenntnisse bringen, ob etwas von dieser Zusammenarbeit auch f\u00fcr uns infrage k\u00e4me.<\/p>\n<p>Die gr\u00f6\u00dfte finanzielle Unterst\u00fctzung erf\u00e4hrt unsere Stadt nachweislich durch unsere ehrenamtlich t\u00e4tigen B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger. Vieles g\u00e4be es gar nicht in Werdohl, manches g\u00e4be es nicht mehr und f\u00fcr andere Dinge m\u00fcsste viel Geld ausgegeben werden, um sie am Laufen zu halten. Geld, das jetzt nicht da ist und wahrscheinlich auch in Zukunft nicht da sein wird.<\/p>\n<p>In zahlreichen Vereinen und Organisationen, aber auch in \u201eunorganisierten\u201c Gruppen wird angepackt zum Wohle unserer Stadt. Da wendet man Zeit, Kraft, \u00dcberzeugung und oftmals auch eigenes Geld auf, um Lebensqualit\u00e4t zu erhalten.<\/p>\n<p>Herr B\u00fcrgermeister, Sie haben in Ihrer Haushaltsrede im Zusammenhang mit dem Status der Nothaushaltskommmune u.a. auf etwas hingewiesen, dass diese Bem\u00fchungen empfindlich st\u00f6ren k\u00f6nnte<\/p>\n<p>&#8230;&#8230;.<\/p>\n<p>\u201e die \u00dcbernahme neuer freiwilliger Leistungen wird auch im Wege der Duldung nicht mehr m\u00f6glich sein! \u201e<\/p>\n<p>Hoffentlich geht bei der Anwendung dieser Regel durch die Aufsichtsbeh\u00f6rden der ber\u00fchmte Schuss nicht nach hinten los.<\/p>\n<p>Kommunalpolitik f\u00fcr Werdohl zu machen, ist ein schwieriges Gesch\u00e4ft.<\/p>\n<p>Besonders nat\u00fcrlich dann, wenn die Kassen leer sind.<\/p>\n<p>Und das sind sie in Werdohl seit Jahren.<\/p>\n<p>Sie liebe Kolleginnen und Kollegen von FDP, SPD und CDU konnten und mussten sich mit diesem Zustand schon seit Jahren, ja Jahrzehnten auseinandersetzen.<\/p>\n<p>Dass Sie trotzdem weitergemacht haben, macht uns von der WBG Hoffnung, sich trotz mancher Widrigkeiten f\u00fcr seine Stadt und deren Menschen zu engagieren.<\/p>\n<p>Zum Schluss m\u00f6chte ich mich bei Ihnen Herr Griebsch und Ihrer Mannschaft f\u00fcr die geleistete Arbeit, den fairen Umgang mit uns und die vielleicht nicht immer ganz einfache Begleitung bei den Etatberatungen bedanken.<\/p>\n<p>Danke auch an alle hier im Saal f\u00fcr Ihre Aufmerksamkeit.<\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n<p><br class=\"spacer_\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herr B\u00fcrgermeister, sehr geehrte B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger hier im Ratssaal, liebe Kolleginnen und Kollegen des Rates der Stadt, bei Ihrer Rede zur Einbringung des Haushalts f\u00fcr das Jahr 2011, Herr [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":{"0":"post-1078","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","6":"category-aktuell","7":"czr-hentry"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.wbg-werdohl.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1078","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.wbg-werdohl.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.wbg-werdohl.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wbg-werdohl.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wbg-werdohl.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1078"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.wbg-werdohl.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1078\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1087,"href":"https:\/\/www.wbg-werdohl.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1078\/revisions\/1087"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.wbg-werdohl.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1078"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wbg-werdohl.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1078"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.wbg-werdohl.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1078"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}