Am 09.01.2026 fand die Jahreshauptversammlung im Ratssaal der Stadt Werdohl statt. Der Vorsitzende Klaus-Dieter Frick konnte 32 Vereinsmitglieder zur Versammlung begrüßen und die Beschlussfähigkeit feststellen. Der frühe Termin musste aufgrund personeller Veränderungen gewählt werden.
Zu Beginn seines Berichtes gedachte die Versammlung des verstorbenen Mitgliedes Wolfgang Klein. Im Jahr 2025 wurden umfangreiche Neuanschaffungen für die Außendarstellung der WBG getätigt. Er bedankte sich insbesondere bei der Möbeltischlerei Scholz für ihre Unterstützung.
Verschiedene Aktionen bestimmten das Jahr 2025. Im Mai wurde mit Unterstützung der ZfA Iserlohn eine erfolgreiche Müllsammelaktion durchgeführt. Diverse Schmierereien wurden auf Stromkästen und an Wänden mit Unterstützung der Firma Maler Maus beseitigt. Auch hierfür sprach er seinen besonderen Dank aus. Das Dialogforum zum Thema Ärztemangel im August 2025 stieß, trotz hochsommerlicher Temperaturen, auf große Resonanz. Weitere Aktionen waren u.a. der Besuch der Müllverbrennungsanlage in Iserlohn, die Baumpflanz-Challenge der Werdohler Parteien und die Teilnahme an Fachseminaren der Biggesee Akademie. Ein besonderer Dank erging an Frau Meininghaus der ZfA für ihre Unterstützung bei der Müllsammelaktion.
Der politische Höhepunkt für die WBG war die Kommunalwahl 2025. Hier konnte die WBG ihr bestes Ergebnis seit ihrer Gründung erzielen. Er dankte allen Beteiligten und Unterstützern für ihren hohen Einsatz. Leider musste das 20-jährige Jubiläum aufgrund hoher Auflagen ausfallen. Es soll dieses Jahr nachgeholt werden. Die Planungen dazu werden noch im Januar anlaufen. Ein besonderer Dank ging an Florian Schachta, der die WBG der Prüfung und Bescheinigung des Rechenschaftsberichtes zum Wählergruppentransparenzgesetz unterstützt hat. Seit November 2025 ist die WBG Mitglied im Bund der Steuerzahler. Von dort erhofft man sich Unterstützung in vielerlei Hinsicht, u.a. auch für die kommenden Haushaltsberatungen.
Er appellierte an alle Mitglieder das Vertrauen der Wähler zu rechtfertigen und sich weiterhin mit Unterstützung, Vorschlägen und Ideen für die WBG einzubringen.
Thorsten Hänel gab danach seinen Bericht als Fraktionsvorsitzender ab. Weiterhin fiel seine Beurteilung der Situation in der Welt, Europa, Deutschland und Werdohl nicht positiv aus. Er bescheinigte der jetzigen Regierung die Situation noch nicht verbessert zu haben und befürchtet beim Versagen dieser, sich keine Gedanken bei der Zusammensetzung der nächsten Regierung machen zu müssen. Dies haben die jetzigen Volksvertreter anscheinend noch nicht verstanden.
Renten, Kitaplätze, ärztliche Versorgung, Ganztagsbetreuung, marode Brücken, Tunnel und Straßen, nicht mehr bezahlbare Altenpflege, Wohnungsnot, zu teure Mieten, zu viele nicht finanzierbare Flüchtlinge, Kinder- und Altersarmut, zu hohe Neben- und Energiekosten, schlechte Wirtschaftslage, viele Insolvenzen, immer weniger Einzelhandel, immer noch zu viel und chaotische Bürokratie, Milliarden Euro für andere Länder. Die Reichen werden immer reicher und die vielen Probleme in unserem Land werden nicht weniger. Deshalb sollte endlich mal mit viel Elan damit angefangen werden, es zu ändern.
Er sprach der WBG für 2025 eine gute Arbeit zum Wohle der Stadt und der Bürger zu. Sinnvolle Anträge, über deren zeitliche Umsetzung seitens der Stadtverwaltung nachgedacht werden muss, und viele erledigte Anliegen auf dem kurzen Dienstweg stehen in der Bilanz. Er ging auch auf das positive Ergebnis der Kommunalwahl mit 9 Ratsmandaten, 2 Ausschussvorsitzen und des Amtes des 2ten stellvertretenden Bürgermeisters ein. Klaus-Dieter Frick möchte als Kandidat zum Vorsitz der Kreis UWG zur Verfügung stehen. Dies sei auch wieder eine Wertschätzung der tollen Arbeit von Klaus-Dieter. Er bedankte sich bei allen für ihre wertvolle und gute Arbeit.
Trotzdem muss die WBG weiterhin ihre gute Arbeit fortsetzen und steigern. Hier sind alle Mitglieder gefordert. Sauberkeit, Sicherheit und Ordnung sind der WBG und für unsere Bürger sehr wichtig. Gerade deshalb setzt sich die WBG von Anfang an dafür ein und dieses auch mit Erfolg, aber leider immer mit großem Kampf, Gegenwind, Problemen, ohne Fingerspitzengefühl und ohne Flexibilität aus der Verwaltung. Dies soll laut dem Bürgermeister der Vergangenheit angehören.
Themen, die u.a. in den nächsten 5 Jahren angegangen werden müssen, sind ärztliche Versorgung, WK, Wirtschaftsförderung, OGS, altengerechtes Wohnen und die Attraktivität der Stadt fördern. Vielleicht schafft man es doch noch, den Einzelhandel nicht sterben zu lassen und mehr Kulturveranstaltungen zu organisieren und sich um die Ortsteile zu kümmern.
Alle Probleme können jedoch nicht ohne Hilfe von Bund und Land gelöst werden. Steuererhöhungen können nicht die allumfassende Lösung sein, es müssen andere Mittel und Wege gefunden werden, um auch die Bürger zu entlasten.
Er bedauerte zu tiefst den Verlust seines Freundes Wolfgang Klein, der ein Unterstützer der WBG war und ein guter Gesprächspartner mit guten Ideen gewesen ist.
Lichtblicke hat es auch gegeben, die Rahmedetalbrücke ist wieder befahrbar und das Feuerwehrgerätehaus Stadtmitte wird bald fertiggestellt. Da sei dann Potenzial für mehr, vielleicht auch eine Lösung für das WK.
Anschließend gab Klaus-Dieter Frick in Vertretung der erkrankten Schatzmeisterin Zorica Rothstein eine Übersicht über die Einnahmen und Ausgaben der WBG. Das Jahr 2025 schloss, aufgrund der Aufwendungen für die Kommunalwahl, mit einem negativen Ergebnis ab. Die Kassenprüfer bestätigten eine ordnungsgemäße Buchführung und beantragten die Entlastung des Vorstandes. Diesem Antrag wurde einstimmig zugestimmt.
Bei den Vorstandswahlen wurden folgende Mitglieder einstimmig in ihre Ämter gewählt:
Christian Graf 2. Vorsitzender, Ulrich Hüsmert Schriftführer, Heike Mertens Schatzmeisterin, Ralf Geier – Michelle Warschun – Jan Hoffmann Beisitzer. Weiterhin wurden Thomas Schweitzer und Thomas Reiche zu Kassenprüfern gewählt.
In Abwesenheit erhielten Josef Schütt und Ihan Yurdaer Urkunden für 15-jährige Mitgliedschaft in der WBG. Da es keine weiteren Beiträge mehr zur Tagesordnung gab, wurde die Jahreshauptversammlung beendet.
